
Die Grundreinigung im Hotel – auch Tiefen- oder Generalreinigung genannt – ist die intensivste Reinigungsart im Housekeeping: Möbel, Accessoires, Fenster, Böden und Wände werden gründlich bearbeitet.
Dabei werden Arbeiten erledigt, die eine Zimmerdame bei der täglichen Zimmerreinigung allein nicht schaffen kann.
Sie findet sowohl in den Zimmern als auch in den öffentlichen Bereichen statt.
Da eine gründliche Tiefenreinigung deutlich mehr Zeit braucht als die tägliche Pflege eines Zimmers, empfehlen viele Fachleute, sie in der Nebensaison anzusetzen und dafür ganze Etagen oder Bereiche zu schließen, um die Gäste nicht zu stören.
Fällt die Entscheidung dennoch in die Hauptsaison, reinigt man am besten mehrere benachbarte Zimmer gleichzeitig – so entsteht ein natürlicher „Lärmschutzpuffer", und der Einsatz von Spezialgeräten wie Dampfreinigern stört weniger.
Wie oft eine Generalreinigung nötig ist, hängt davon ab, wie stark Räume, Möbel und Ausstattung beansprucht werden; auch Wetter und die Qualität der laufenden Pflege spielen hinein. Bei normalem Betrieb liegt der Abstand bei etwa 6 bis 8 Wochen.
Dieser klassische Ansatz gilt als traditionell und erfordert mitunter, ein Zimmer kurzzeitig aus dem Verkauf zu nehmen.
Damit der Verkauf nie ganz stockt, bietet sich ein anderer, effizienterer Weg an: eine Kraft, die sich ausschließlich der Tiefenreinigung widmet und keine anderen Aufgaben übernimmt.
Beispiel: Bei einer 5-Tage-Woche und einem Zimmer pro Tag kommt man auf rund 20 Gästezimmer im Monat. In einem mittelgroßen Hotel wäre damit jedes Zimmer alle 3 bis 4 Monate an der Reihe.
Dieser Ansatz hat viele Vorteile, darunter:
Ablauf und Reihenfolge der Generalreinigung gehören in die SOPs und sollten den Hotelstandards entsprechen, die der Housekeeping-Manager festlegt.
Für die Teammitglieder empfiehlt sich eine eigene Schulung, die eine konsequente und korrekte Tiefenreinigung der Zimmer und öffentlichen Bereiche sicherstellt.
Vorgesetzte sollten festhalten, welche Zimmer wann zuletzt grundgereinigt wurden, damit der Rhythmus stimmt.
Die Abnahme übernimmt eine Führungskraft, etwa die Etagenleiterin oder die Hausdame.
Beispiel: SOP - Grundreinigung des HotelzimmersHauswirtschaftshelfer können hinzugezogen werden, wenn Möbel umgestellt oder mehrere Räume gründlich entstaubt werden müssen. Ein Hauswirtschaftshelfer kann mehrere Housekeeping-Mitarbeiter unterstützen.