
Bei der Zimmerreinigung geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Qualität. Beeilt sich die Zimmerdame, sieht der Gast das Ergebnis sofort: Staub in den Ecken, Haare auf dem Boden, Schlieren auf den Spiegeln. Ein solches Zimmer sagt ohne Worte: „Uns ist es einerlei." Doch warum sollte ein Gast ein Haus schätzen, dem die Sauberkeit gleichgültig ist?
Sehen wir uns an, wie viel Reinigungszeit im Hotel ein wirklich gutes Ergebnis tatsächlich braucht. Sie hängt von der Reinigungsart ab und wird im Punktesystem erfasst.
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Überhöhte Normen sind der Hauptgrund für schlechte Qualität. In der Branche wird oft die Zahl von 20-25 Zimmern pro Zimmerdame und Schicht genannt. Eine einfache Berechnung zeigt das Problem:
8 Stunden ÷ 25 Zimmer × 60 = 19 Minuten pro Zimmer
Eine solche Taktung garantiert mangelnde Qualität. In 19 Minuten ist es physisch unmöglich:
Das Ergebnis der Eile: Beschwerden von Gästen, negative Bewertungen, Reputationsverlust. Unzureichende Zeit für die Zimmerreinigung ist immer spürbar. Besser wenige Zimmer in hoher Qualität als viele schlecht.
Die optimale Formel für den Zeitstandard pro Zimmer:
8 Stunden ÷ 13 Zimmer × 60 Minuten = 37 Minuten pro Zimmer
Bei 13 Zimmern pro Schicht arbeitet die Zimmerdame in angenehmem Tempo ohne Qualitätsverlust. Die Zeit verteilt sich so:
| Art der Reinigung | Zeit | Zimmer pro Schicht |
|---|---|---|
| Laufend (belegtes Zimmer) | 35-40 Minuten | 12-13 |
| Check-out | 35-40 Minuten | 12-13 |
| Grundreinigung | 90-120 Minuten | 4-6 |
Wichtig: Die Zeit für belegte und Check-out-Zimmer muss gleich sein. Sie für die Bleibereinigung zu kürzen, ist ein Fehler, der Probleme anhäuft – der richtige Zeitansatz gilt für alle Zimmertypen.
Nicht alle Zimmer erfordern den gleichen Aufwand. Das Room Credits-System berücksichtigt dies:
Bei der Berechnung der Auslastung bedeuten 13 Zimmer 13 Credits, nicht 13 Türen. So lässt sich der Zeitbedarf für verschiedene Zimmerkategorien genau berechnen.
Ein weit verbreiteter Irrtum: Zwei Zimmerdamen reinigen ein Zimmer doppelt so schnell. In der Praxis funktioniert das nicht. Zu zweit behindern sie sich im selben Zimmer gegenseitig, wiederholen Handgriffe und verlieren Zeit durch Abstimmung. Das Ergebnis: 60-70 % der erwarteten Geschwindigkeit, nicht 200 %.
Ausnahme: die Grundreinigung großer Suiten, bei der sich Bereiche aufteilen lassen. Ansonsten verkürzt zusätzliches Personal die Reinigungszeit nicht.
Die Schritte der Zimmerreinigung folgen dem Prinzip „von oben nach unten" mit drei Kontrollpunkten:
Der Ablauf:
Gesamt: 35-40 Minuten — das ist die reale Reinigungszeit für ein Qualitätsergebnis. Dieser Ablauf darf nicht gekürzt werden — jeder einzelne Schritt beeinflusst das Ergebnis.
Indikatoren für zu knapp bemessene Reinigungszeit:
Wiederholen sich Beschwerden, liegt das Problem nicht bei der Zimmerdame, sondern bei den Standards. Eine angemessene Reinigungszeit ist die Grundvoraussetzung für Qualität.
Die Zimmerreinigung hängt nicht nur von der Zeit ab, sondern auch von der Organisation. Drei Wege zu besserer Qualität bei gleichem Personal:
Standardarbeitsanweisungen (SOPs) — klare Anweisungen eliminieren Zeitverluste durch Entscheidungen und Nacharbeit.
Hochwertige Ausrüstung — professionelle Wagen, ergonomische Werkzeuge und wirksame Reinigungsmittel reduzieren den körperlichen Aufwand. Gutes Werkzeug nutzt die Reinigungszeit besser, ohne die Qualität zu senken.
Housekeeping-Software — eliminiert unnötige Anrufe, Notizen und Wege zur Rezeption. Automatisierung beseitigt unproduktive Verluste im Reinigungsablauf.
Wenn Zimmerdamen keine Zeit damit verlieren, herauszufinden „welches Zimmer als Nächstes" oder „ist 305 schon frei", bleibt diese Zeit für Qualitätsarbeit. CELLYPSO Housekeeping automatisiert die Zimmerverteilung, zeigt den Status in Echtzeit und führt digitale Checklisten — die Zimmerdamen arbeiten optimierte Routen, Vorgesetzte verfolgen den Fortschritt online.
Reinigungszeit ist am Ende eine Frage des Respekts: vor der Arbeit der Zimmerdame, vor dem Komfort des Gastes und vor dem Ruf des Hotels.